Kinderimpfungen

Täglich kommen wir mit einer Vielzahl von Bakterien und Viren in Berührung. Die meisten beeinträchtigen uns nur wenig, manche gar nicht. Daneben gibt es aber auch Erreger, die schwere Infektionen hervorrufen können. Krankheiten wie zum Beispiel Masern, Kinderlähmung, Tetanus können mit schweren Komplikationen verlaufen und Spätfolgen verursachen oder sogar tödlich enden. Durch Schutzimpfungen können diese Risiken vermieden werden.

Impfungen: Schutz für die Gesellschaft

Impfungen bewirken einen Schutz der geimpften Person (Individualschutz). Zusätzlich bewirken viele Schutzimpfungen, wie z.B. die Masernimpfung, dass auch nicht immune Personen indirekt geschützt werden, weil die Verbreitung von Infektionen verhindert wird (Gemeinschaftsschutz). Sich impfen zu lassen ist daher nicht nur ein Akt der Eigenverantwortung, sondern auch eine freiwillige solidarische Handlung zum Schutz empfänglicher Mitglieder unserer Gesellschaft, die nicht durch eine Impfung geschützt werden können (z.B. Säuglinge oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem   sehr komplexes System, das den menschlichen Körper frei von körperfremden Substanzen hält)

Weil Eltern von heute viele der durch Impfungen vermeidbaren Erkrankungen nicht mehr kennen, ist der Respekt vor derartigen Erkrankungen gesunken. So gibt es – dank Impfungen – Kinderlähmung in Österreich nicht mehr, Wundstarrkrampf ist eine Seltenheit geworden, und bakterielle Gehirnhautentzündungen durch Haemophilus influenzae Typ B kommen bei Kindern in Österreich praktisch nicht mehr vor. Es muss auch festgehalten werden, dass sogenannte Kinderkrankheiten wie z.B. Masern, Mumps oder Keuchhusten keineswegs harmlos sind und Personen aller Altersgruppen betreffen können. Durch Impfungen vermeidbare Krankheiten können mit schweren Komplikationen (z.B. Hirnschäden, Lähmungen, Blindheit und Gehörlosigkeit) einhergehen und sogar zum Tod führen. Durch Impfungen können diese Krankheiten und damit auch die Folgeschäden verhindert werden.

Impfungen sind eine unverzichtbare Maßnahme, um zahlreiche schwere Infektionskrankheiten zu verhindern. Daher gibt es in Österreich Impfempfehlungen entsprechend dem Österreichischem Impfplan, welche jährlich vom nationalen Impfgremium nach dem aktuellen Wissensstand evaluiert und bei Bedarf adaptiert werden. 

Mehr zum Thema Impfen finden Sie im Beitrag der Opern Apotheke "Alles übers Impfen"

Der Österreichische Impfplan

Das Ziel des österreichischen Impfplanes ist es, die Menschen gegen all jene Infektionskrankheiten zu immunisieren, bei denen das Krankheitsrisiko deutlich höher als das Impfrisiko ist. Außerdem soll mit möglichst wenigen Stichen (vor allem bei Kleinkindern) gleichzeitig gegen möglichst viele Infektionskrankheiten geschützt werden. Deshalb wird der Impfplan aufgrund von Veränderungen im Vorkommen von Infektionskrankheiten und durch neu verfügbare und verbesserte (Kombinations-)Impfstoffe ständig aktualisiert.


Kinder bis zum vollendeten 6.Lebensjahr:
  • Rotavirus 
  • Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis, Haemophilus influenze B, Hepatitis B (Kombinationsimpfstoff)
  • Pneumokokken
  • MMR 

Ebenfalls empfohlen, aber nicht im Gratis-Impfprogramm: 

  • Meningokokken B
  • Meningokokken C
  • FSME (3 Dosen, Beginn 2.Lebensjahr 0/1-3/5 bzw. 9-12 Monate -abhängig vom verwendeten Impfstoff- dann alle 3 Jahre)
  • Varizellen (2 Dosen, 0/4 Wochen, vor Eintritt in Gemeinschaftsinrichtungen)
  • Hepatitis A (2 Dosen, 0/6 Monate, vor Eintritt in Gemeinschaftseinrichtugen)
  • Influenza (jährlich)
Ab dem vollendetem 6. bis vollendetem 18. Lebensjahr:
  • Dip/Tet/Pert/Polio
  • Hep B 
  • MMR 
  • HPV 
  • Meningokokken B+C
  • FSME 
  • Varizellen 
  • Hepatitis 
  • Influenza (jährlich)
Ab dem vollendeten 18.Lebensjahr:
  • Dip/Tet/Pert/Polio (nachholen, sonst alle 10 Jahre, ab 60 alle 5 Jahre)
  • MMR (bei fehlender Immunität -gesichert durchgemacht oder 2 Impfungen erhalten- nachholen 🡪 gratis)
  • Varizellen (2 Dosen, 0/4 Wochen bei fehlender Immunität)
  • HPV 
  • FSME (3 Dosen nachholen oder Boosterung alle 5 Jahre, ab 60 alle 3 Jahre)
  • Pneumokokken (ab 50: 13 valente Impfung und nach 1 Jahr 23 valente Impfung)
  • Influenza (jährlich)
  • Herpes Zoster (ab 50: einmalige Gabe einer Dosis)
Mehr zum Thema Impfen finden Sie im Beitrag der Opern Apotheke "Alles übers Impfen"

Weitere Beiträge

Sonnenschutz

Nährstoffe beim Abnehmen

Ausgewogene Ernährung

Mehr zum Thema Impfen finden Sie im Beitrag der Opern Apotheke "Alles übers Impfen"